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Nachlese zum OTZ-Artikel vom 23.04.2016 - “Dörfer am Ende der Strasse” Der Feuergeist im Wilzenthale Der von Burg Lemnitz nach dem Dörfchen Rauschengesees führende Weg berührt ein kleines Thal, das rings von einer Reihe Hügel begrenzt wird, die alle wie aus einem Gusse gemacht erscheinen und durch das ein Bächlein hinab zur Sormitz rinnt. Vom Wege links der erste Hügel heißt die Hermeshöhe, das Thal nennt man das Wilzenthal. Dort wohnten vor Zeiten die Wilzen, ein kleiner slavischer Volksstamm, der aber auch in jener Thalenge ein Grab fand, denn alle Wilzen wurden dort von den Thüringern erschlagen, als diese wieder ihr altes Land in Besitz nahmen. Zu allen Zeiten war es in diesem Thale nicht geheuer und noch jetzt erscheinen darinnen den Sonntagskindern bei nächtlicherr Weile feurige Zwerge und häßliche Teufelslarven. Die ältesten Leute aber erzählen die Sage: daß frühering, undenkliche Jahre lang, in jeder Mitternacht ein feueriger Riese aus dem Hügel aufgestiegen sei, eine hellflammende Fackel in der Hand haltend und dann wild über seinem Haupte schwingend, so daß rund-um Funken sprühten So ist er mit langsamen und gewichtigen Tritten von der Hermeshöhe herab und durch's ganze Wilzenthal gegangen, bis in das Wießengründlein, das die Croten- tälle (bzw. Prothentelle) heißt; wo eine Quelle ausquillte in der er seine Fackel löschte.                                        (aus Büchern von 1847 und 1858)